IsraelTagebuch

Akko, ein Ruinenhaufen mit Hummus

Seit meinem letzten Beitrag ist schon etwas Zeit vergangen. Je nach Chaos-Level bei der Arbeit habe ich manchmal halt nicht die Zeit etwas zu schreiben (und manchmal passiert auch einfach nichts lesenswertes). Als kleine Entschädigung war ich dieses Wochenende an einem selbst für Israel-Verhältnisse alten und beeindruckenden Ort: Akko.

Ruinen auf Ruinen

Akko ist ziemlich, ziemlich alt. Anders als Haifa, das erst vor ca. 200 Jahren bedeutender wurde, haben sich um Akko schon vor mehr als 2000 Jahren Menschen geprügelt. Die älteste Erwähnung der Stadt stammt noch aus der Blütezeit Ägyptens (Danke, Wikipedia)! Diese Geschiche sieht und fühlt man in der Stadt. Die Altstadt besteht quasi aus einer Kreuzritter-Burg, auf deren Ruinen später die islamischen Herscher eine Festung bauten, auf deren Ruinen später die heutige Stadt entstand...

Die Stadt ist also quasi eine historische Schichttorte, und je tiefer man gräbt, desto älter die Mauern. Besonders beeindruckend ist die Hafenbucht, aus der noch die Fundamente der Kreuzritter-Burg aufragen.

Mehrere alte Kirchen und Moscheen vervollständigen den Traum jedes Historikers.

Manche Besucher scheinen dieses Erbe allerdings auf sehr seltsame Art und Weise gewürdigt zu haben...

Das beste Humus Israels?

In Haifa hat Akko die Hummus-Weltmeisterschaft gewonnen. Die Mehrheit der Israelis hier denken als erstes an Essen wenn es um Akko geht, und dann erst an die 3000 Jahre alte Geschichte. Sobald man die Umgebung der Stadt verlässt gilt zwar direkt ein beliebiger anderer Ort als Hummus-Meister, aber ich denke mal das funktioniert hier ähnlich wie der Wettbewerb ums beste Bier in Deutschland. Natürlich wollte ich trotzdem selbst testen, und habe mir von meinem Chef Amir eine Hummus-Quelle empfehlen lassen. Mir fehlt noch die Expertise, um das (?) Hummus im nationalen Ranking einzuordnen, aber es hat auf jedenfall gut geschmeckt.

Endlich Flachland!

Akko hat mir sehr gut gefallen, wozu neben der Geschichte und dem Essen noch ein weiterer Aspekt beigetragen hat: Akko ist flach. Obwohl ich mich an die Hügel Haifas gewöhnt habe, bleibe ich doch im Herzen ein Kind der Ebene...

Der Hügel am Horizont ist übrigens Haifa!

3 Gedanken zu „Akko, ein Ruinenhaufen mit Hummus

  1. Hi Linus.
    Toller Blog den du hier führst!! Das Lesezeichen ist gesetzt und ich bin gespannt auf weitere, im übrigen sehr gut geschriebene, Beiträge.
    Schöne Grüße aus Düsseldorf 😉

  2. Toll geschrieben, gerade entdeckt, weil ich über das Rutenberg Institut recherchiert habe 🙂 Viel Freude noch in Israel! Nach Weihnachten kommt dann das Video und der Radiobeitrag zu Guy Sharett…

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